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Technisches

Dieseltank_260_660EEs riecht nach Diesel! Diese unangenehme Feststellung mussten wir kurz nach dem Kauf unserer “NR. 7”, einer Bavaria 36, machen. Die Ursache des Übels war schnell gefunden: der Dieseltank war an den Stutzen der Saugleitungen, den Leitungen die vom Tank zu den Verbrauchern Motor und Heizung führen, undicht.

Kein Wunder! dachten wir uns. Denn bei genauerem Hinsehen wurden wir gewahr, dass die Dichtungen an den Leitungen lediglich aus Gummipfropfen bestanden. Bavaria hatte vereinfacht gesagt Öffnungen in den Tank gefräßt, dorthinein einen Gummipfropfen gedrückt, der in der Mitte ein Loch für die eigentliche Leitung hatte. Wenn man nur etwa von Dieselleitungen versteht, ist einem klar: das kann eigentlich nicht dicht sein. Wir vergewisserten uns dann auch bei einer Fachwerkstatt und bei befreundeten Skippern, wie sie die Sache sehen würden. Einhelliges Urteil: diese “Dichtungen” können nicht dicht sein.

Macht ja nichts. Schließlich haben wir Garantie und der Hersteller wird wohl kaum ein Boot verkaufen, dass nach Tankstelle riecht und eigentlich nicht benutzbar ist. Also riefen wir unseren Händler an, der uns das Schiff verkauft hatte (Bavaria verkauft nur über ein Händlernetz, nicht direkt ab Werft), mit der Bitte um Reparatur und Garantieleistung.

Aber: Pustekuchen. Der Händler, Allert-Marin aus Werder/Havel, weigerte sich, die Sache ordentlich abzudichten mit dem Hinweis, er hätte das noch nie gehört, er hätte schon zig Schiffe verkauft und wir hätten das erste Schiff, bei dem sowas vorkommen würde. Nach einigen emails hin und her, sah er sich genötigt, neue Gummipfropfen zu schicken, das eigentliche Problem aber weiterhin auszublenden.

Wir haben die Sache dann für 180,- € selbst reparieren lassen. Der Tank ist dicht und dem Ärger mit einem uneinsichtigen Händler sind wir aus dem Weg gegangen. Im November haben wir dann auf Mallorca eine 38er Bavaria, also gleiches Baujahr wie die “NR. 7”, gechartert und konnten es uns natürlich nicht nehmen lassen, sofort den Tank zu begutachten. Siehe da: der gleiche Mist (den wir natürlich sofort mit Zeugen und Fotos dokumentiert haben). Von wegen: das ist uns noch nie vorgekommen…

jo

Das maritime SAR-Sicherheitssystem an den Küsten und in den Schifffahrtsrevieren von Nord- und Ostsee wird durch eine noch engere Zusammenarbeit zwischen den Verkehrszentralen der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes und der DGzRS (Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger) weiter verbessert.

In Notfällen auf See nehmen die Verkehrszentralen auf den von Ihnen überwachten und genutzten UKW-Funkkanälen Notmeldungen der Schifffahrt entgegen und leiten sie direkt an die Seenotleitung (MRCC=Maritime Rescue Coordination Center) Bremen weiter. Diese Funktion als SAR-Wache (SAR:Search and Rescue) verkürzt Informationswege im Seenotfall, vor allem bei Bekanntwerden einer als lebensbedrohlich oder medizinisch behandlungsbedürftig abzuschätzenden Lage.

Im Sinne der Vorschriften und Empfehlungen der Weltschifffahrtsbehörde IMO (International Maritime Organisation) können SAR-Wachen – wie sie von der DGzRS auf den Inseln und an den Küsten schon seit Jahrzehnten auf freiwilliger Basis eingerichtet worden waren – für MRCC Bremen unterstützend tätig werden. Zum Beispiel können Schiffsnamen, Positionen, gesteuerte Kurse, Geschindigkeiten und weitere Informationen von Fahrzeugen im betroffenen Seegebiet zur Unterstützung der Such- und Rettungsaktionen ermittelt werden.

Bei einem unerwarteten Ausfall der Seenotleitung Bremen durch höhere Gewalt werden die Verkehrszentralen im Rahmen ihrer Möglichkeiten bei Seenotfällen ersatzweise koordinierend tätig.

Die seit Jahrzehnten von der DGzRS mit ehrenamtlichen Mitarbeitern betriebenen Seenotwachen an den Küsten von Nord- und Ostsee gehen in der jetzt herbeigeführten Lösung auf.

DGzRS